Ausblick

Ausblick

Notwenige Ausbauetappen

Das Projekt NEAT Lötschberg sah ursprünglich den vollen Ausbau eines zweiröhrigen Tunnels mit einer Abzweigung nach Steg vor. Aus Kostengründen hat der Bundesrat 1996 beschlossen, vorerst nur die Oströhre durchgehend betriebsfertig auszubauen. So ist die Weströhre des Basistunnels heute nur zwischen Raron und Mitholz ausgebrochen und nur zwischen Raron und Ferden bahntechnisch ausgerüstet. Zudem verbleiben der Tunnelast nach Steg sowie eine Spur des Engstligentunnels vorerst im Rohbau.

Der fast 21 Kilometer lange Einspurabschnitt führt zu erheblichen betrieblichen Einschränkungen. Je kürzer dieser Einspurabschnitt, desto höher wird die betriebliche Flexibilität und damit die Fahrplanstabilität auf der gesamten Lötschberg-Simplon-Achse. Die Streckenunterhaltsplanung und die Rettungs- und Interventionsprozesse würden durch eine durchgehende zweite Bahnspur stark vereinfacht. Zudem entstünde Raum für weitere Kapazitätssteigerungen auf der Gesamtachse. Um das enorme Potenzial der neuen Basislinie vollständig auszuschöpfen, ist deshalb ein doppelspuriger Vollausbau unerlässlich.

Nur mit dem Vollausbau sind weitere Fernverkehrsverbindungen möglich, ohne dass der derzeit stark wachsende Güterverkehr beeinträchtigt wird. Von einer Kapazitätssteigerung würden auch der regionale und der touristische Verkehr insbesondere auf der Strecke via Kandersteg und Goppenstein profitieren.

Neben dem Tunnel sind auch Ausbaumassnahmen im Knoten Bern, auf der heute ebenfalls stark belasteten Aaretalstrecke zwischen Bern und Thun sowie auf der südlichen Zufahrt notwendig. Nur so lässt sich das Verkehrssystem Lötschberg weiterhin zukunftsorientiert betreiben und entwickeln.

 

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NEAT Lötschberg

Bauwerk, Betrieb und Verkehrsangebot

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